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Was bedeutet eine FPÖ-ÖVP-Koalition für den Klimaschutz in Österreich?

Die politische Zukunft Österreichs wird entscheidend für den Klimaschutz sein. Sollte es zu einer Koalition zwischen der FPÖ und der ÖVP kommen, könnten sich die Prioritäten in der Klimapolitik (und natürlich auch anderen Bereichen, die in diesem Beitrag nicht beleuchtet, aber durchaus beachtet und diskutiert werden müssen) deutlich verschieben. Während die FPÖ oft skeptisch gegenüber ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen ist, hat die ÖVP bisher zumindest einige Schritte in Richtung Klimaneutralität gesetzt – wenn auch teils unter Druck grüner Koalitionspartner. Doch was passiert, wenn diese beiden Parteien zusammenarbeiten? Werden Klimaziele verwässert, fossile Energien wieder stärker gefördert und internationale Verpflichtungen auf die lange Bank geschoben? In diesem Beitrag möchte ich genauer beleuchten, was eine solche Koalition für die Klimapolitik in Österreich bedeuten könnte.


Wie sehen denn die klimapolitischen Ausrichtungen der Parteien grundsätzlich aus?


Zunächst sollten wir klären, welche klimapolitischen Ausrichtung die Parteien verfolgen. Die FPÖ hat sich in der Vergangenheit häufig kritisch gegenüber Klimaschutzmaßnahmen positioniert. Dabei stellt die Partei wirtschaftliche und nationale Interessen in den Vordergrund und begegnet klimapolitischen Vorgaben, die als Einschränkung interpretiert werden, mit Skepsis.

Dem entgegen hat die ÖVP ihren Fokus auf Klimaschutz in den vergangenen Jahren verstärkt, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit den Grünen in der letzten Regierung. Unter ihrer Führung wurden Maßnahmen wie die Einführung einer CO₂-Bepreisung und das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 beschlossen. Eine Koalition mit der FPÖ könnte jedoch dazu führen, dass diese Ausrichtung abgeschwächt wird – abhängig von den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen.


Was bedeutet das nun für die bestehenden Klimamaßnahmen?


Unter einer Koalition von FPÖ und ÖVP könnten ambitionierte Klimaziele wie die Klimaneutralität bis 2040 auf den Prüfstand gestellt oder deutlich verzögert werden. Die FPÖ legt oft großen Wert auf nationale Interessen und Energieunabhängigkeit, was zu einer stärkeren Förderung fossiler Energieträger führen könnte. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass internationale Klimakooperationen an Bedeutung verlieren. Eine solche Regierung könnte versuchen, bestehende Verpflichtungen zu lockern und sich stärker auf kurzfristige nationale Prioritäten zu konzentrieren, was langfristig negative Auswirkungen auf die Klimapolitik haben könnte.

Auch innerhalb einer solchen Koalition könnten die unterschiedlichen Haltungen zur Klimapolitik zu Konflikten führen. Während die ÖVP vermutlich darauf achten würde, Österreichs internationale Glaubwürdigkeit im Klimaschutz zu sichern, könnte die FPÖ ihren Schwerpunkt stärker auf kurzfristige nationale Interessen legen.

Das führt potentiell zu dem Problem, dass Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltige Technologien stagnieren könnten, wenn die Prioritäten der Koalition stärker auf traditionellen Wirtschaftssektoren liegen. Auch Förderungen für den Ausbau von Windkraft, Solarenergie und anderen erneuerbaren Energiequellen könnten reduziert werden.


Klimaschutz sollte nicht von der politischen Lage abhängen! Eine Abschwächung des Klimaschutzes durch eine solche Koalition sollte gesellschaftlichen Widerstand hervorrufen, insbesondere von Umweltbewegungen und jüngeren Generationen. Dennoch: Die Zukunft unserer Erde betrifft uns alle…


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